Tag 16 - Trondheim - Lyngstad

  • Tag 16 – Samstag 25.08.2018

    Etappe Trondheim - Lyngstad

    Km-Stand 5.026 km


    Als wir heute aufwachten, haben wir uns erstmal gewundert. Es war bereits kurz nach 7 Uhr. Im Gegensatz zu den letzten Wochen, wo wir bereits immer kurz nach 6 wach waren, mal richtig spät. Aber das machte uns gar nicht aus, wir hatten richtig gut geschlafen und für heute stand mal eine etwas kleinere Etappe auf dem Programm.

    Nachdem wir im Bad waren, ging es erstmal frühstücken. Aber da war das erste Problem... was soll man alles essen? Das Buffet war so riesig, reichhaltig und es schmeckte alles so gut, da wusste man gar nicht, was man alles probieren sollte. Irgendwann waren wir dann so vollgefuttert, dass wir beschlossen uns langsam auf den Weg zu machen. Es war dann auch schon kurz nach 10 Uhr, als wir beim Hotel los kamen. In Trondheim ging es dann noch kurz zum örtlichen Harley Händler um noch ein T-Shirt mit Händler-Logo als Andenken zu kaufen.



    Kurz nach Trondheim bogen wir dann auf die E39 Richtung Kristiansund ab. Mal wieder eine Strecke, die jedes Bikerherz höher schlagen lässt. Eine Kurve nach der anderen und immer rauf und runter. Dazu dann sehr griffiger Asphalt... was will man also mehr?



    Der ein oder andere wird sich jetzt vielleicht fragen, was mit dem Wetter ist... aber was soll ich sagen? Trondheim hat uns so verabschiedet, wie es uns begrüßt hat... mit Sonnenschein. Auf den ersten ca. 100km des Tages hatten wir mal richtig Glück mit dem Wetter. Oder wie wir es mittlerweile sagen "Das Wetter ist kaputt... kommt kein Regen mehr raus".

    Aber irgendwann war es dann auch heute mal wieder soweit. Direkt vor uns wurde der Himmel immer dunkler. Als die ersten 1-2 Tropfen runter kamen, hielten wir lieber vorsichtshalber an und legten unsere Regenbekleidung an. Wir hätten den Zeitpunkt nicht besser treffen können. Kaum hatten wir die Sachen an, kam schon der Regen.



    Etwas später kamen wir dann an eine Fähre... aber wir waren leider 2 Minuten zu spät und sie legte direkt vor unseren Augen ab. Da die nächste aber nur 30min später kommen sollte, nutzte ich die Chance und ging noch schnell in einen Supermarkt, der praktischerweise gleich daneben war und holte mir was zu trinken und einen Schokoriegel als Nervennahrung. Die Überfahrt war dann aber zum Glück sehr ruhig.

    Es ging dann nach Kristiansund weiter, wo wir uns an einer Tankstelle erstmal nen Hot Dog gönnten. Danach ging es dann durch einen Tunnel, in dem auch wir Motorradfahrer Maut bezahlen mussten. Aber gut, wenn die das hier so wollen... dann haben wir auch unseren Spaß daran. Man fährt halt an das Mauthäuschen ran, in dem ein netter Angestellter sitzt, stellt die Maschine ab, steigt in aller Ruhe ab, zieht die Handschuhe aus, kramt unter der Regenbekleidung das Portemonnaie aus der Tasche, bezahlt die Maut und verpackt in aller Ruhe das Ganze wieder. Danach fährt man etwas vor und der zweite macht das gleiche Spielchen noch mal. Naja... eigentlich wollten wir in erster Linie den Wohnmobilfahrer ärgern, der uns vorher ne ganze Zeit lang ausgebremst hat und im Tunnel die ganze Zeit immer wieder kurz auf die Bremse getreten hat, anstelle einfach einen Gang runterzuschalten. Jedenfalls sah der dann leicht genervt aus.



    Nun lag endlich das Highlight der heutigen Etappe vor uns... die Atlantikstraße. 8 Brücken,

    die auf einer Strecke von 8,3km mehrere kleine Inseln miteinander verbinden und gebogen in den Wind gebaut sind, um den Stürmen vom Atlantik besser trotzen zu können. Wir gönnten uns hier auch mehrere Fotostops um diese Brücken auf Fotos festzuhalten.



    Kurz danach ging es dann noch in einen Supermarkt um uns ein Feierabendbier, Kekse und Wasser zu holen und dann zur Unterkunft. An der Einfahrt zur Unterkunft sind wir erstmal glatt vorbeigefahren, da nirgends ein Hinweisschild zu sehen war. Als wir dann den richtigen Weg gefunden hatten ging es erstmal einen ca. 300m langen Feldweg bis zum Gästehaus rein. Zu unserer Überraschung standen dort bereits 5 Reiseenduros aus Celle und die Fahrer hatten es sich vor dem Haus bei einem Bierchen bequem gemacht. Sie haben eine ähnliche Strecke wie wir hinter uns und dadurch gab es natürlich viel zu erzählen.


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