Tag 14 - Saltstraumen - Tosbotn

  • Tag 14 – Donnerstag 23.08.2018

    Etappe Saltstraumen - Tosbotn

    Km-Stand 4.404 km


    Irgendwie bin ich gerade ziemlich lustlos, was das schreiben betrifft. Es war ein sehr langer und harter Tag für uns. Aber irgendwie auch egal, ich hab mittlerweile gefallen hier dran gefunden. Also los geht´s.

    Letzte Nacht haben wir sehr gut geschlafen und waren heute wieder sehr früh wach. Das war auch gut so, da uns heute unsere längste Etappe bevor stand. Das Wetter sah mal ganz gut aus und wir machten uns schnell startklar. Aber wie es auch sein sollte, noch während wir die Maschinen bepackten, begann es zu regnen. Warum verwundert mich das überhaupt noch?



    Der erste Teil unserer heutigen Strecke führte uns über die 812 zur E6. Nach einigen km hörte der Regen sogar mal auf und wir konnten diese kleine Nebenstraße richtig genießen. Wenn wir im Harz solche eine Strecke hätten, dann wäre diese die beliebteste Motorradstrecke dort. Bergiges Gelände und eine Kurve nach der anderen. So kann der Tag beginnen.

    Leider hielt das gute Wetter nicht lange an und nach kurzer Zeit kam der Regen wieder raus. Auf der E6 ging es aber zum Glück schnell vorwärts.



    Als es dann auf das Saltfjellet hoch ging, wurde es richtig ungemütlich. Dort, auf über 700m Höhe hatten wir gerade noch 6 Grad und dazu noch einen verdammt eisigen Wind, der die gefühlte Temperatur Richtung Null Grad wandern ließ. Zum Glück hatten wir noch unsere Regenkombis an, die uns noch ganz gut isolierten. Aber angenehm ist definitiv was anderes.

    Am "Artic Circle Centre" überquerten wir den Polarkreis in südlicher Richtung und hielten auch kurz an um uns aufzuwärmen und eine Kleinigkeit zu essen. Da uns kurz vorher mal wieder eine Herde Rentiere zum bremsen zwingte, fiel unsere Wahl auf Rentier Burger. Björn meinte dazu "je mehr wir davon essen, desto weniger können uns vors Motorrad rennen".

    Draußen machten wir noch schnell 1-2 Erinnerungsfotos und machten uns dann wieder auf den Weg weiter Richtung Süden.



    Als wir von der Hochebene wieder runter waren, war zwar der eisige Wind weg, aber dafür der Regen wieder da. Zu allem Überfluss wird die E6 gerade umfangreich saniert bzw. neu gebaut und wir mussten durch dutzende Baustellen durch. Diese Baustellen sind aber nicht mit unseren zu vergleichen. Man fährt auf sandigen Pisten, Schotter und massenweise Schlaglöchern, was uns und unseren Maschinen sehr viel abverlangt.



    Auf den letzten ca. 30km vor der Unterkunft hörte der Regen sogar mal wieder auf und wir konnten auf einer kleineren Nebenstraße wieder viele Kurven genießen.

    Insgesamt sind wir heute 405km gefahren, davon lediglich ca. 100km auf trockener Straße und gut und gerne 200-250km im Dauerregen. Für uns war es heute eine Überbrückungsetappe auf der wir einige km machen wollten. Durch den eisigen Wind, den vielen Regen und diese vielen Baustellen sind wir aber heute echt kaputt. In unserer Hütte, die wir für heute haben, sind wir deshalb auch gleich unter die heiße Dusche und werden sicher auch früh ins Bett verschwinden.



Teilen