Tag 05 - Dorotea - Pitea

  • Tag 5 – Dienstag 14.08.2018

    Etappe Dorotea - Pitea

    Km-Stand 1.759 km


    Heute wurde ich schon wieder viel zu früh wach. Jedenfalls, wenn man meine "normalen" Uhrzeiten kennt. Aber nicht weiter schlimm... da Björn auch schon wach war, machten wir uns halt langsam fertig und unsere Moppeds wieder startklar.

    Das Wetter war so, wie es gestern bereits war. Zwar kühl, aber trocken.



    Nach rund einer Stunde Fahrt kam dann wieder die erste obligatorische Tankstelle, an der es für Björn seinen ersten Kaffee gab. Allerdings schmeckte ihm dieser nicht so wirklich, genau wie mir mein Latte Macchiato... also wurden die Reste weggekippt und es ging weiter.

    Seit Dorotea ging es aber nicht mehr auf der E45 weiter, sondern wir folgen der 92 und sind später auf die 365 abgebogen. Dies sind eher kleine Nebenstraßen auf denen man teilweise mehrere Minuten vollkommen für sich unterwegs ist, bis man mal wieder ein anderes Auto sieht. Von der Landschaft ist es wie in den letzten Tagen. Endlose Waldgebiete, viele riesige Seen und immer wieder kleine Bäche und Flüsse, die wir überqueren.



    Im Laufe des Tages begegneten wir dann auch dem ersten Rentier, das seelenruhig am Straßenrand stand und sich erst in den Wald bewegte, als wir anhielten um es zu fotografieren. Naja... wir werden sicher noch mehr sehen, wenn wir weiter Richtung Norden kommen.

    Nach ein paar Kurven mussten wir einen schnellen Stop einlegen. Als ob jemand eine Grenze gezogen hätte, standen wir auf einmal in einem schönen Regenschauer und kramten uns schnell die Regenklamotten aus und zogen sie uns über. Für ne gute halbe Stunde ging es dann durch den Regen weiter. Dabei lernten wir dann auch die Eigenart der Straßenbaustellen hier oben kennen. Wir kamen zu einer Baustellenampel und warteten, da sie Rot anzeigte. Nach einiger Zeit kam der Gegenverkehr an, der von einem vorausfahrenden "Follow Me" Fahrzeug angeführt wurde. Dieses Fahrzeug wendete und führte uns dann durch die Baustelle. Als es dann weiterging kamen wir auf einmal auf eine Straße, die so gerade und so breit war, dass sie glatt als Landebahn für Flugzeuge durchgehen könnte.



    Kurz danach hatten wir dann aber ein wohl einmaliges Erlebnis. Aus größerer Entfernung sah ich ein großes weißes Tier, was am Straßenrand in Ruhe fraß. Ich bremste langsam ab und hielt in etwas Abstand. Es war ein äußerst seltenes weißes Rentier, um das es zahlreiche Mythen gibt. Es sah zu uns auf und uns einen kurzen Moment an, bevor es im Wald wieder verschwand. Da wir noch unsere Regenklamotten an hatten, hatten wir leider keine Zeit die Kamera, bzw. die Handys rauszuholen um diesen Moment festzuhalten. Sehr schade, da es ein herrliches Tier war.



    Als der Regen dann aufhörte, hielten wir an einem kleinen Laden und versorgten uns erstmal mit Keksen und was zu trinken.

    Da immer noch einige Wolken zu sehen waren, verpackten wir dann nur die Regenjacken und behielten die Regenhosen vorsichtshalber an, bevor wir uns auf die letzten Kilometer bis zu unserer heutigen Unterkunft machten.



    Heute haben wir ein Doppelzimmer in einem Gästehaus auf einem Campingplatz. Aber irgendwie sind wir hier wohl nicht ganz richtig. Auf dem Gelände gibt es 2 Kapellen, in der Rezeption hängt ein Bild vom letzten Abendmahl und Alkohol ist auf dem Gelände nicht erwünscht. Naja, wir bleiben zum Glück nur eine Nacht hier:evil::saint:



    Nachdem wir unser Gepäck schnell in unser Zimmer gebracht hatten, ging es noch zum nächsten Burgerladen um was zu futtern.

    Heute geht es aber zeitig ins Bett, da wir morgen früh raus wollen. Unsere morgige Etappe führt uns nach Finnland, wo uns dank einer anderen Zeitzone eine Stunde "geklaut" wird.




    Mehr Fotos gibt es auch in unserer G A L E R I E . Leider sind dort die Fotos von Björn und mir etwas durcheinander... aber um einen kleinen Einblick zu erhalten, definitiv nicht schlecht ;)

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