Tag 13 - Bostad (Lofoten) - Saltstraumen

  • Tag 13 – Mittwoch 22.08.2018

    Etappe Bostad (Lofoten) - Saltstraumen

    Km-Stand 3.999 km


    Heute Morgen konnten wir unseren Augen kaum trauen, als wir zum Fenster raus geschaut hatten. Es gab mal keinen Regen. Nur wenig Wolken und mal blauen Himmel. Dadurch ging es heute Morgen auch mal alles etwas schneller und wir kamen früh los.

    Wie sich nach kurzer Fahrt herausstellte, war es leider viel zu früh. Eigentlich wollten wir in Borg in das Wikingermuseum, aber da die erst um 10 aufmachen und wir bereits kurz nach 9 dort waren, haben wir es halt ausfallen lassen, da wir nicht so lange warten wollten.



    Unsere Fahrt über die Lofoten war geprägt von einem Sehenswerten Höhepunkt nach dem anderen. Der Eindruck von gestern hat sich heute immer mehr bestätigt... die Lofoten sind wohl eins der schönsten Flecken der Erde. Gestern im Regen sah es schon atemberaubend aus, aber heute mit wenigen Wolken war es um ein vielfaches schöner.



    Leider konnten wir uns nicht so viel Zeit nehmen, da wir spätestens um 14 Uhr an der Fähre in Moskenes sein mussten, die uns wieder aufs Festland bringen würde. Aber trotzdem hielten wir an vielen Orten an, um einfach die Landschaft zu genießen und das ein oder andere Foto zu machen. In Reine trafen wir ein Pärchen aus Wolfenbüttel, die auch mit einer Harley unterwegs waren und unterhielten uns gerade, als zufällig der Münchner, der am Nordkap die Fotos von uns gemacht hatte, vorbeikam. Er hatte auf seinem Handy auch noch 1-2 Fotos von unseren Maschinen am Nordkap und schickte sie uns gleich. So klein kann manchmal die Welt sein.



    Für uns ging dann die Fahrt weiter nach "Å". Ein sehr kreativer Ortsname.



    Da es nur ein sehr kleines Dorf ist, hielten wir uns dort nur kurz auf und fuhren wieder zurück nach Moskenes. Unterwegs hielten wir noch an einem kleinen, urigen Café "Trygdekassen Galleri Og Kafe" in Sorvagen. Nach einem sehr leckeren Omelett ging es dann in Moskenes zur Fähre und in die Schlange, die dort schon wartete. Da wir schon vorher gebucht hatten, reihten wir uns ganz vorne ein. Als wir dort so warteten, kam ein Norwegischer Harley Fahrer an und gesellte sich zu uns. Schnell war man im Gespräch und bekam kaum mit, dass die Fähre schon da war. Als Motorrad Fahrer durften wir dann als erste an Bord. Dort mussten wir dann unsere Maschinen wieder festschnallen, da es auf der etwas mehr als 3 stündigen Überfahrt doch etwas schaukeln könnte.



    Wir gingen dann hoch und schnappten uns bequeme Liegesitze, wie man sie aus Flugzeugen kennt und machten es uns bequem. Zu meinem großen Bedauern schaukelte es dann wirklich etwas mehr. Aber ich habe die Überfahrt schadlos überstanden.



    Zwischendurch war ich auch mal an Deck um Abschied von den Lofoten zu nehmen, die hinter uns immer kleiner wurden. Aber es wird für mich kein Abschied für immer sein, da für mich zu 101% feststeht, dass ich irgendwann wieder kommen werde und mir mehr Zeit für diese beeindruckende Inselkette nehmen werde.



    Kurz vor Bodö begann es dann doch wieder zu regnen. War ja klar... ein Tag ohne Regen geht nun mal nicht. Als wir anlegten war es nur leichter Nieselregen, so dass wir die Regenjacken noch nicht rausholten, da wir auch noch in Bodo tanken und was essen wollten.

    Aber so wie es sich gehört... auf den letzten 10km vor der Unterkunft kam es dann doch noch zu einem schönem Regenschauer und wir zogen doch die komplette Regenbekleidung für die restliche Strecke an.

    Heute übernachten wir in einem Doppelzimmer direkt am Saltstraumen, dem stärksten Gezeitenstrom der Welt.



Teilen